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Klönabend zum Jahresende

Am Freitag, 25.11.2016, um 19.00 veranstaltet der Kulturkreis Fachwerk im Gasthaus zur Riete, Riete 1, 29229 Celle – Groß Hehlen (an der Kirche) seinen traditionellen Klönabend zum Jahresabschluss. Herzlich eingeladen sind neben den Mitgliedern und Freunden des Vereins vor allem auch interessierte Gäste, die an diesem Abend die Möglichkeit haben, in Lichtbildern und Gesprächen mehr über die unterschiedlichen Aktivitäten des Vereins in diesem Jahr zu erfahren.

Text: Ingo Vormann

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4. BürgerWerk-Tagung in Celle

Rundgang Celle

Übergabe Holznagel

BürgerWerk tagte in Celle

Gäste aus Hessen und Thüringen geben Celle gute Noten

Von Diana Wetzestein

 

  1. Oktober 2016_Celle. Kunst-hier-auch? Gemacht! / Einkaufszentrum? Verhindert! Ecken? Geweckt! Das sind nur drei kleine Aktionen von Bürgern für Bürger, die in Celle viel in Gang gesetzt haben. Auch die Mitglieder vom Kulturkreis Fachwerk im Celler Land e. V. haben sich dafür interessiert und daran beteiligt. Beim vierten BürgerWerk-Treffen seit Gründung des deutschlandweiten Netzwerkes, stand die Arbeit des Niedersächsischen Vereins im Focus. Vereinsvorsitzender Andreas Brüggemann begrüßte zwölf BürgerWerker aus Thüringen und Hessen im Gemeindehaus der Stadtkirche St. Marien, direkt in der Celler Innenstadt. Sie gehören Initiativen und Vereinen an, die innerhalb ihrer Städte oder Dörfer bewusst oder unbewusst Innenentwicklung betreiben und damit auch zur Erhaltung der Baukultur beitragen. Dass es in der Stadt an der Aller nicht nur einen enormen Fachwerkbestand gibt, sondern auch aktive Bürger, die gute Ideen umsetzen und Protest gegen weniger gute Ideen sichtbar machen, davon konnten die Celler die Gäste überzeugen.

 

„Wir wollen unsere Ressourcen so gut wie möglich nutzen“, sagte Jörg Giere vom Kulturkreis. Die bestehenden Strukturen innerhalb der Stadt zu nutzen und mit dem Verein auch mal Wege zu gehen, die nicht ganz oben auf dessen Agenda stehen, ist dafür nötig. Die Gastronomen Dawn Doneck und Jean Priol waren zu einer Plenumsdiskussion eingeladen. „Gute Ideen können in gemeinsamen Gesprächen zu tollen Projekten weiterentwickelt werden“, hieß es. Und vielleicht waren es gerade deshalb die Gastronomen, die für „richtig Stimmung“ in der Innenstadt sorgten, als es an der Zeit dafür war. Dawn Doneck, Kunstfreundin und Wirtin der Kultkneipe „Rio’s“ und Jean Priol, Aktionskünstler, Koch und Gastwirt des Weinlokals „Der Pirol“, sammelten Unterschriften und organisierten eine Demonstration, als in der Altstadt ein Einkaufszentrum gebaut werden sollte. Sie brachten besondere Kunst in die Schaufenster der Einzelhändler, boten Kunst und Kulinarisches für kurze Zeit in leerstehenden Gebäuden an. So überzeugten sie Politik und Bürgerschaft davon, dass diese Stadt genügend Potential im Bestand hat und keinen Neubau braucht. „Da mussten wir uns als Verein doch auch dran beteiligen!“, schlug Ingo Vormann seinerzeit vor. Vormann ist Kulturkreis für die Pressearbeit zuständig und traf mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf. Celle hat außer dem Kulturkreis noch einige andere aktive Initiativen, die sich öfter zusammentun sollten, um gemeinsam noch mehr zu erreichen, war das Ergebnis nach der Diskussion.

 

Bürgerengagement ist in Celle bereits spürbar. Der Gast erlebt eine lebendige Innenstadt mit vielen kleinen Einzelhandelsgeschäften, die in den Erdgeschossen jahrhundertealter Fachwerkbauten untergebracht sind. Natürlich gibt es auch Leerstände, die oftmals einer zu hohen Ladenmiete geschuldet sind, aber das Angebot an Gastronomie und Einzelhandel, Drogeriemarkt oder Einkaufsgalerie ist groß. Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Gewinner des Wettbewerbes Lokalhelden 2014. Eine von ihnen ist Dörte Hirschfeld, die mit ihrer Geschäftsidee die Jury überzeugte und ihre Idee in die Tat umsetzte. Sie kaufte eine sanierungsbedürftige Fachwerk-Immobilie in der Bergstraße und ist mit dem Verkauf von Antiquitäten, Geschenkartikeln kleinerer Manufakturen erfolgreich. Und das nur, weil sie den Alten Provisor herstellt. Das ist ein Kräuterlikör, den jeder Celler kennt und dem seit Jahrzehnten allerhand heilende Wirkung nachgesagt wird. Die Apotheke, die diesen Likör nach alten Hausrezept herstellte, gibt es nicht mehr, die heutige Produzentin übernahm das Rezept und hat damit ein “hochprozentiges” und beliebtes Kulturgut erhalten. Die Mitglieder vom Kulturkreis sind bei ihr Stammkunden und immer, wenn sie den Laden „Alter Provisor“ betreten, machen sie sich auch ein Bild vom aktuellen Sanierungsstand der Immobilie. Nach der Sanierung des Ladengeschäftes signalisierte ein Gerüst nun, dass es jetzt am Dach und im Hinterhof weitergeht. Und am Nebenhaus auch, denn Dörte Hirschfelds Sanierung hat den Nachbar motiviert, ebenfalls zu sanieren. Und vielleicht wird aus der jetzigen 1b-Lage auch dadurch irgendwann eine 1a-Lage.

 

Der Rundgang durch die Stadt zeigte neben dem Durchfahrtsverkehr und der Parksituation in der Schuhstraße auch die Folgen jahrzehntelanger Untätigkeit seitens der städtischen Denkmalbehörden. Undichte Dächer haben starke Feuchteschäden hervorgerufen, der desolate Zustand eines giebelständigen Renaissance-Fachwerkhauses wird seit Jahren offenbar einfach hingenommen. „Die Verwaltung ist entweder viel zu langsam oder ihr sind schlichtweg die Hände gebunden“, wurde innerhalb der Gruppe vermutet. Befürchtet wurde aber auch, dass derlei Verfall vielleicht auch geduldet werde. Irgendwann müsse abgerissen werden. Grund und Boden innerhalb der Altstadt sind Investoren möglicherweise mehr wert, als ein denkmalgeschütztes Gebäude.

 

Damit werden alle BürgerWerker in ihren Orten konfrontiert, einige Gruppen konnten schon erfolgreich dagegen vorgehen und könnten den anderen erzählen, wie sie das geschafft haben. Die Altstadtfreunde aus Treysa im Schwalm-Eder-Kreis stellten zwei dieser „Herausforderungen“ aus ihrem Dorf vor. Sie sind nicht nur Ausrichter des 5. BürgerWerks im Frühjahr 2017, Inge Schneider-Scholz, Jochen Riege und Georg Schlamann hatten konkrete Fragen nach Celle mitgebracht. Denn sie wollen als Verein den Besitzern der Immobilien helfen und so die Gebäude retten. Sie überlegen sogar, selbst Eigentümer einer Problemimmobilie zu werden. Die Häuser erst einmal für alle Bürger zu öffnen, dadurch das Interesse zu steigern und die Leute einzuladen, am Nutzungskonzept mitzuarbeiten, war eine erste Idee in Celle. Mehrere Investoren können als „Bauherrengemeinschaft“ die Immobilie ausbauen oder dem Beispiel der Stadt Bad Langensalza folgen und eine bunte Kinderspielewelt installieren. Als „Rumpelburg“ bekannt geworden, zieht dieses besondere Indoorspielhaus mit außergewöhnlichem Spielgeräten drinnen und im großen Garten und einem besonderen Akzent in der Fachwerk-Farbgestaltung jährlich hunderte Kinder und Erwachsenen an. Und für alle hat die Stadt dann etwas zu bieten.

 

Mit dieser Idee und der Erkenntnis, dass es im BürgerWerk einen wertvollen Dialog gibt und viele Ideen im direkten Gespräch weiterentwickelt werden konnten, ging das 4. BürgerWerk mit der Übergabe des Holznagels als Staffelholz an Inge Schneider-Scholz zu Ende. In Treysa soll dann unter anderem auch ein Weg zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Stadtverwaltung erarbeitet werden. Das Ergebnis wird innerhalb des BürgerWerks kommuniziert und kommt allen zugute, die Bürgerengagement und Innenentwicklung optimieren wollen.

 

Weitere Informationen: www.buergerwerk.net

 

Text und Fotos Diana Wetzestein

 

Rundgang Celle

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2-Ständerhaus in Dachtmissen

Dachtmissen

Ein 2-Ständerhaus – in Teilen noch von 1649 – wird rekonstruiert. Nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes wird aktuell der erweiterte Bereich des ehemaligen Kammerfaches vom Dach bis zum Keller restauriert. Wir freuen uns auf ein spannendes Fachwerkgespräch mit den Bauherrn. Gern wollen wir im Anschluss noch zum Klönen zusammensitzen.

Treffen
: Sonntag, 28. August 2016, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Salzstraße12, Dachtmissen
Anmeldung: nicht erforderlich

Foto: Privat

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Kennen Sie Celle? Fischereibetrieb Nölke

Fischereibetrieb Nölke, Celle

Die Fischerei Nölke aus Celle: “Seit nunmehr 7. Generationen und über 200 Jahren sind wir mit frischem Fisch für unsere Kunden da. Damals gegen 1804 wurde der Fisch von Maria Elisabeth an die in Celle stationierten Franzosen verkauft.” Wir freuen uns den Betrieb mit Ihnen besichtigen zu können.

Führung: Freitag, 30. Juni 2016, 17.00 Uhr
Treffpunkt: Fritzenwiese 51, Celle
Anmeldung: bis zum 30.06.2016 leider alle Plätze vergeben.

Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Celle e.V
Text & Foto Copyright: Familie Nölke

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Vortrag mit Florian Friedrich

Auf kulturhistorischer Spurensuche

Landschaft ist wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch, wer sie mit offenen Augen betrachtet, kann viel entdecken. Der Celler Kulturlandschaftsforscher und Autor Florian Friedrich bietet mit Hilfe von historischen Karten und Fotos Einblicke in die gewachsene Kulturlandschaft des Landkreises Celle. Es werden, teils nicht auf den ersten Blick erkennbare, Spuren der herzoglichen Residenzzeit, des Handwerks und Handels sowie des ländlichen Lebens vorgestellt.

Termin: Donnerstag, 09 Juni 2016, 18.30 Uhr
VeranstaltungsortBerkefeld Cafe, Wittinger Str. 142, Celle
Eintritt: frei

Text/Foto: Florian Friedrich
Fotounterschrift: “Lehmkuhle der alten Ziegelei im gleichnahmigen Ort in der Gemeinde Eldingen”

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Fachwerkgespräch: Die Bergstraße 48 in Celle

Bergstraße 48, Celle

Ein Fachwerkhaus, das aus zwei Häusern besteht? So etwas ist in der Bergstraße 48 in Celle finden. Das Haus aus dem 17. Jahrhundert wurde in seiner jetzigen Form im 18./19. Jahrhundert aus zwei traufeitigen Fachwerkhäusern zusammengesetzt, dies ist im Inneren noch zu erkennen. Das Haus wird aktuell saniert und soll zur geschäftlichen Nutzung in den nächsten Monaten wieder hergestellt werden.

Führung: Freitag, 20 Mai 2016, 17.00 Uhr
Treffpunkt: Bergstraße 48, Celle
Anmeldung: nicht erforderlich

Foto: Archiv

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Bericht: Kennen Sie Celle? Das Dachwerk der Stadtkirche

Bericht: Kennen Sie Celle? Das Dachwerk der Stadtkirche

Besuch auf dem Dachwerk der Stadtkirche

Am 3. Mai 2016 war die Besuchsreihe „Kennen Sie Celle?“, veranstaltet vom Museumsverein Celle und dem Kulturkreis Fachwerk im Celler Land, zu Gast in der Stadtkirche. Die Teilnehmerliste war mal wieder übervoll und so fanden sich 31 Besucher ein, um unter der Führung von Küster Ralf Pfeiffer das Dachwerk der Stadtkirche zu ersteigen und seinen kundigen Erklärungen zu lauschen. So viel vorweg: es wurde herzhaft gelacht und die Stunde hoch über der Stadt verging wie im Fluge. Ralf Pfeiffer hatte ursprünglich Dachdecker gelernt und nun ist er seit 21 Jahren Küster hier an der Stadtkirche. Sein handwerkliches Wissen hörte man immer wieder heraus. Das riesige hölzerne gotische Dachwerk stammt aus der Zeit der Erbauung der Kirche (Weihe 1308), d.h. dass die verwendeten Hölzer natürlich noch weit älter sind.

 

Gleich beim Betreten des Dachstuhls fällt der Blick auf ein riesiges Lasten(tret)rad, mit dem alle für den Dachstuhl benötigten Hölzer nach oben befördert wurden. Es waren wahre Meister ihres Faches, die dieses technische Kunstwerk erbauten. Davon zeugt nicht zuletzt der noch gute erkennbare ausgediente Glockenstuhl auf der hinteren, östliche Seite des Dachstuhls, der früher einmal drei Glocken getragen und deren enorme Schwingungen auszuhalten hatte. Damals gab es noch keine Bauzeichnungen, das Wissen um diese Kunst wurde von Generation zu Generation bzw. von Meister zu Meister weitergegeben. Weiterlesen →

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Historischer Dorfmarkt in Altencelle 2016

Historischer Dorfmarkt in Altencelle 2016

Auch in diesem Jahr wird es einen Stand des Kulturkreis Fachwerk mit dem Zimmermeister und Restaurator Matthias Kiemann in Altencelle geben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Dazu haben wir in diesem Jahr noch folgende Dinge für Sie vorbereitet:

• Auf- und Abbau eines Zweiständer-Bauernhauses im Maßstab 1:5
• Ziehbank zur Holznagelherstellung
• Nagelbalken
• Zimmerer-Werkzeuge
• Fachwerk-Holzverbindungen
• Büchertisch mit Broschüren, Bücher, Infomaterial zu Fachwerk und Zimmererhandwerk

Termin: Sonnabend, 21. Mai 2016, 10-17 Uhr
Ort: Altencelle, Ecke: Kalandstraße/Auf dem Klint
Anmeldung: nicht erforderlich

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Fachwerkgespräch: Umnutzung einer Heuscheune in Osterloh

Umnutzung einer Heuhscheune in Osterloh

Eine ehemalige kleine Heuscheune von 1703 aus Wathlingen, wurde 1984 nach Osterloh umgesetzt. Sie erhielt hier als Nebengebäude zum ebenfalls umgesetzten Zweiständer-Bauernhaus von 1564 aus Oppershausen, das seit 1980 als Einfamilienhaus genutzt wird, eine neue Nutzung als Garage und kleine Schmiede. Jetzt soll es zur Hälfte als Gästehaus umgebaut werden. Der äußere Charakter soll dabei erhalten bleiben.

Führung: Freitag, 29. April 2016, 17.00 Uhr
Treffpunkt: Oppershäuser Straße 1, Osterloh
Anmeldung: nicht erforderlich

Text und Foto: Dietrich Klages