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Bericht: Fachwerkgespräch in Burgdorf

Burgdorf_021

Am 10. Oktober 2014 hatte der Kulturkreis Fachwerk zu einem Fachwerkgespräch nach Burgdorf in die Kleine Bahnhofstraße eingeladen. Der Eigentümer restauriert hier seit mehreren Jahren ein Ackerbürgerhaus von 1648. Die Gebäudehülle ist nahezu fertiggestellt, die mit Kalk verputzten Gefache und das von Altanstrichen befreite Sichtfachwerk erfreuen die Teilnehmer. Die gesamte Restaurierung findet in enger und guter Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde statt. Der Innenausbau des Dachgeschosses ist weitesgehend fertiggestellt.

Zu sehen waren u.a. liebevoll gestaltete Lehmputzoberflächen. Diese wurden mit Wasserglas verfestigt, auch mit dem Ziel, das typische Absanden zu verhindern. Der Lehm stammt, ebenso wie ein Großteil der restlichen Baumaterialien (Dachziegel, Schalungsbretter, Ziegelsteine, Holz) aus Zweitverwendung. Im Erd- und Obergeschoss waren Rohbauarbeiten in verschiedenen Stadien zu besichtigen. Beispiele hierfür sind: die Innendämmung von Fachwerkwänden mit einer erst beim Einbau zu befeuchtenden Lehm-Hanf-Schüttung, eine Wandheizung unmittelbar vor dem Verputzen mit Lehm und die tragenden Holzschwellen, untermauert mit auch später noch sichtbaren Findlingen.

Text: Jörg Giere
Fotos: Dietrich Klages

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